Was wir prüfen
Wir bewerten den Reifegrad des ISMS und klären, welche regulatorischen Pflichten greifen, etwa aus NIS-2, KRITIS, TISAX® oder DORA. Außerdem sehen wir uns den Status laufender Zertifizierungen, die kritischen IT-Verträge und Lieferanten-Risiken sowie offene Vorfälle und Mängel an. Auch die Datenschutz-Continuity gehört dazu, also die Frage, ob die Datenschutz-Pflichten auch in der Sondersituation weiterlaufen.
Ein wiederkehrender blinder Fleck zeigt sich beim Asset Deal: Zertifikate und Verträge mit Dienstleistern gehen nicht automatisch auf die Auffanggesellschaft über. Genau das prüfen wir früh.
Was sie bekommen
Sie erhalten einen Kurzbericht von 15 bis 25 Seiten mit einer Executive Summary in Verwalter-Sprache, den wichtigsten Findings und einer Bewertung der Fortführungsfähigkeit.
Dazu kommt eine priorisierte Findings-Liste, die jede Lücke nach Dringlichkeit, Auswirkung und Behebungsaufwand einordnet. Den dritten Baustein bildet eine Datenraum-Checkliste, die zeigt, welche Compliance-Dokumente in welcher Qualität in den Datenraum gehören.
Ablauf
Wir starten mit einem Scoping, führen den Untersuchungs-Sprint durch und liefern den Kurzbericht. Die typische Mandatsdauer liegt zwischen einer und drei Wochen, das Honorar kalkulieren wir aufwandsbasiert.
Auf Wunsch begleiten wir auch die Datenraum-Vorbereitung und die Investoren-Kommunikation in Compliance-Fragen.
Häufig gestellte Fragen
Sechs Fragen, die in fast jedem Distressed-Readiness-Erstgespräch vorkommen. Klicken Sie eine Frage an, um die Antwort zu sehen.
Wie schnell können Sie ein Distressed-Readiness-Mandat aufnehmen?
In der Regel innerhalb einer Woche nach Auftragsklärung. Bei akuten Fällen, etwa laufendem Investorenprozess oder kurzfristiger Verkaufsstichtag, auch schneller. Der erste Schritt ist immer ein 30-minütiges Scoping-Gespräch mit dem Verwalter oder Sanierer, in dem wir den Untersuchungsumfang festlegen.
Sind Sie als Berater im Insolvenzverfahren überhaupt zulässig?
Ja. Der Insolvenzverwalter kann externe Berater zur Erfüllung seiner Aufgaben hinzuziehen; die Vergütung erfolgt aus der Masse, soweit sie der Massesicherung, Fortführung oder Verwertung dient. Bei Eigenverwaltungen und StaRUG-Verfahren ist die Beauftragung durch das Management üblich, mit Zustimmung des Sachwalters.
Was kostet eine Distressed Readiness?
Mandatsspezifisch und aufwandsbasiert. Wir kalkulieren erst nach dem Scoping-Gespräch, weil der Aufwand stark von Untersuchungstiefe, Scope und Struktur des Falls abhängt. Im Engagement-Letter halten wir Leistungsumfang, ausgenommene Themen und die Haftungs-Obergrenze klar fest.
Können Sie auch den Datenraum für den Investorenprozess vorbereiten?
Den Compliance-Teil davon: ja. Wir liefern eine Datenraum-Checkliste mit den erforderlichen Dokumenten, prüfen vorhandene Dokumente auf Vollständigkeit und Qualität und benennen fehlende. Den Datenraum selbst, also Tool und Zugriffsverwaltung, führen typischerweise der M&A-Berater oder die Kanzlei.
Was passiert, wenn wir während des Mandats schwerwiegende Mängel finden?
Akute Mängel kommunizieren wir sofort, nicht erst im Abschlussbericht. Bei meldepflichtigen Themen, etwa NIS-2-Meldungen, KRITIS-Nachweismängeln oder Datenschutz-Verstößen, informieren wir den Verwalter unverzüglich, damit die Meldepflichten gegenüber BSI oder Aufsichtsbehörden eingehalten werden. Das ist Teil unseres Engagement-Letters.
Unterscheidet sich die Bewertung bei einer Eigenverwaltung?
Inhaltlich nur teilweise. Die regulatorischen Pflichten bleiben dieselben. Was sich ändert: Ansprechpartner ist primär das operative Management (die Geschäftsführung bleibt im Amt), der Sachwalter überwacht. Wir organisieren die Kommunikation daher in zwei Richtungen, und der Bericht hat oft eine erweiterte Adressaten-Logik.
Wie wir mit Verwaltern und Sanierern zusammenarbeiten.
Wir arbeiten primär mit Insolvenzverwaltern, Sachwaltern und Sanierungsberatern und übersetzen ISMS- und Compliance-Themen in die Sprache des Verfahrens. Unser Vorgehen ist auf Geschwindigkeit ausgelegt: Scoping, Untersuchungs-Sprint, strukturierter Kurzbericht, typische Mandatsdauer ein bis drei Wochen.
Wir kennen die Logik des Verfahrens, von der Massesicherung über den Investorenprozess bis zum Gläubigerausschuss, und liefern den Bericht nicht als ISO-Audit, sondern als Entscheidungsgrundlage. Auf Wunsch begleiten wir die Datenraum-Vorbereitung und die Investoren-Kommunikation in Compliance-Fragen.